Hochsensible Kinder

Hochsensibilität ist keine Krankheit und auch keine Störung! Durch die intensivere Wahrnehmung belastender Situationen neigen HSP jedoch bei ungünstigen Lebensbedingungen, vor allem im Kindesalter, schneller zu psychischen Irritationen oder Störungen. Grenzen ziehen zu lernen ist dann besonders wichtig.

Für hochsensible Kinder ist die Aufgabe der Grenzsetzung jedoch schwer zu bewältigen, da sie in der Regel von der Achtsamkeit und dem mitmenschlichen Verständnis der Erwachsenen in ihrer Umgebung abhängig sind. Interpretieren diese die Grenzsignale des Kindes nicht richtig bzw. übergehen sie schlichtweg, ergibt sich für das Kind ein innerer Druck. Die Reize im System werden zu viel, es bräuchte mehr Zeit und Ruhe, um sie zu verarbeiten. Die bekommt das Kind jedoch nicht, also erhöht sich der Druck weiter. Zwei Möglichkeiten bleiben dem Kind: 1. Es kann sich in sich zurückziehen, still werden, in sich gekehrt sein, um sich so vor weiterer Reizüberflutung zu schützen. 2. Es kann unruhig werden, überdrehen, Konzentration verlieren und in die Hyperaktivität gehen, um zumindest den inneren Druck zu verringern. In Amerika sind mittlerweile auf der Basis des erforschten Wissens um Hochsensibilität ein Großteil der AD(H)S-Diagnosen revidiert worden...